Medizinisches – Klinische Studien

HYPOSIB-Studie prüft neue Bestrahlungsform für Patientinnen mit einem Mammakarzinom

Das Mammakarzinom ist eine Krebserkrankung, bei der vermutlich die Gesamtbestrahlungszeit der Patientinnen insofern verkürzt werden kann, als dass eine Bestrahlung mit etwas erhöhter täglicher Dosis, dafür Reduktion der Anzahl der Bestrahlungen und der Gesamtbestrahlungsdosis, zu gleichen Behandlungsergebnissen führt. Dazu liegen bereits erste Studiendaten vor, insbesondere aus dem angloamerikanischen Raum.

Die HYPOSIB-Studie vergleicht nun die konventionelle Bestrahlung, die circa 6 Wochen in Anspruch nimmt mit einer verkürzten, das heißt hypofraktionierten Strahlentherapie, die nur gut 3 Wochen dauert. Die Praxis für Strahlentherapie Neuruppin nimmt als Kooperationspartner des Brustzentrums Oberhavel an dieser Studie teil. Die Studie vergleicht randomisiert das bisherige konventionelle mit dem hypofraktionierten Bestrahlungskonzept und ist darauf ausgelegt, die Gleichwertigkeit beider Therapien bezüglich der Tumorkontrolle und des kosmetischen Ergebnisses nachzuweisen. Es wird nicht durch eine der beiden Behandlungen ein Vorteil für die Patientinnen erwartet. In die Studie können Patientinnen eingeschlossen werden, wenn sie aufgrund eines invasiven Mammakarzinomes brusterhaltend operiert sind und keinen Lymphknotenbefall aufweisen. Die Teilnahme an der Studie beinhaltet auch eine intensiviertere, das heißt mehrjährige Nachbetreuung nach Abschluss der Strahlentherapie.

Mit einer Teilnahme an der Studie können Patientinnen zu dem erfolgreichen Abschluss der Studie beitragen und, wenn sich dieses Ergebnis bestätigen würde, zukünftigen Generationen von Patientinnen ermöglichen, eine kürzere Strahlentherapie zu erhalten.

Dr. med. André Buchali
Praxis für Strahlentherapie
Ostprignitz Ruppiner Gesundheitsdienste GmbH
Neuruppin und Brandenburg

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